Betriebspraktikum des 9. Und 10. Jahrgangs

Traditionell nach den Sommerferien starten für den 9. und 10. Jahrgang an der Hauptschule Welheim die Betriebspraktika. Eine Besonderheit stellt der Praktikumsverlauf der Klasse 10A da. Diese beginnt ihr Betriebspraktikum mit einem 14tägigen Block und splittet sich dann auf. Einen Tag in der Woche befinden sich dann die Schüler in ihrem Betrieb, um ihn besser kennenzulernen und die Chance zu nutzen einen Ausbildungsplatz zu finden.

Aidshilfe Bottrop und HS-Welheim arbeiten zusammen!

 

Wenn es um das Thema Aids geht, dann sind Fachleute auch über eine Beobachtung besorgt: dass Jugendliche im allgemeinen auffällig wenig über Aids wissen. Doch die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Welheim gehören nicht zu denen, die nicht Bescheid wissen: Die Aids-Hilfe Bottrop startete gestern ihr neues Präventions-Projekt „Die Aidshilfe vor Ort“ an der Schule. Ein Bestandteil des Projekts ist ein großer, auffälliger Briefkasten mit einem bunten Froschkönig vorn drauf. In diesen Briefkasten können die Schüler ab sofort alles, was sie über das Thema Sex und Aids wissen wollen, anonym als Fragen einwerfen. Michael Brackhagen Projektleiter der Aids-Hilfe, wird den Jugendlichen auf Facebook im Internet alle Fragen beantworten. . Schülerinnen dankbar für Angebote Die Hauptschule Welheim, das gestand die Aids-Hilfe offen, sei nicht zufällig für den Start ausgesucht worden, sondern darum, weil dort bereits verschiedenste Projekte mit großem Engagement angeboten würden. Auch Infektionskrankheiten und Aids seien seit langem Themen im Unterricht, erklärte Werner Breitzke, Konrektor und Betreuer dieses Projekts an der Schule. Dabei sei auch der neue Briefkasten zur Sprache gekommen. „Wichtig ist, dass alles anonym bleibt“, sagt Werner Breitzke. Daher werde der Briefkasten im Zimmer der Sozialpädagogin aufgehängt, damit die anderen Schüler nicht mitbekommen, wer sein Zettelchen hineinwirft. Michael Brackhagen werde regelmäßig den Kasten leeren und über Facebook die Fragen beantworten. „Es geht dabei nicht nur um Aids, sondern um alle Themen, die dazu gehören wie beispielsweise auch die sexuelle Orientierung. Nicht immer sind da die Eltern die ersten Ansprechpartner“, weiß der Aids-Projektleiter. „Aber hier können sie über ihr Medium, über Facebook, alles ansprechen.“ Auch Elke Rosner, Schulleiterin, weiß, dass nicht alle Schüler mit ihren Eltern über diese Themen reden können oder wollen. „Wir stellen fest, dass in einigen Familien kaum noch miteinander gesprochen wird.“ Und erst recht nicht über diese Themen. Aber auch in Familien mit Migrationshintergrund blieben diese Anliegen oftmals außen vor. Informieren will die Aids-Hilfe aber auch mit einem weiteren Bestandteil des Projekts: Dem Beratungs-Tag. Dazu wird Michael Brackhagen regelmäßig in die Schule kommen und mit den Schülern das Thema behandeln. Aber auch Lehrer sollen unterstützt werden. Für die Schülerinnen Jacqueline, 14, und Michelle, 16, ist das Projekt eine rundum gute Sache. „Ich habe zwar auch mit meinen Eltern darüber gesprochen“, sagt Michelle, „aber jetzt habe ich gelernt, wie gefährlich Aids sein kann. Wir wurden darüber informiert, wie man sich anstecken kann und dass Aids nicht heilbar ist. Kondomen schützen können.“ Jacqueline ist dankbar für das Angebot an ihrer Schule.

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